Film: Partisanen der Eisenstraße – Widerstand in der Obersteiermark

Erstausstrahlung: 8.3.2025. Regie: Fritz Aigner. ORF, 2025

Aus der Film-Beschreibung: »Das Gebiet der steirischen Eisenstraße rund um Leoben und den Erzberg war ein Zentrum des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Der widerständische Geist hier im obersteirischen Industriegebiet geht auf eine lange Tradition des Kampfes um die Arbeiterrechte zurück: Mutige Freitheitskämpfer schlossen sich zu einer Partisanenorganisation zusammen – zur Österreichischen Freiheitsfront Leoben-Donawitz. Es waren Vertreter der Arbeiterbewegung rund um Sepp Filz und Max Muchitsch, die den massivsten Widerstand gegen die Nazi-Diktatur leisteten und dabei ihr Leben riskierten. Sie kämpften für ein freies, demokratisches Österreich. Und wollten nicht tatenlos zusehen, wie das Nazi-Regime ihre Heimat in den Untergang führte. Der Film erzählt von waghalsigen Sabotageakten gegen die Kriegswirtschaft in und um Leoben, von tödlichen Feuergefechten mit Nazitruppen in der Eisenerzer Bergwelt, von mutigen Frauen wie der Leobener Kindergärtnerin Mathilde Auferbauer oder der Leobener Gemeindebediensteten Christine Berger, die für ihre Unterstützung der Partisanen ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert wurden.«

Inspiriert von den Aktivitäten der slowenischen Osvobodilna Fronta (OF) kommt es im Herbst 1943, mit der Gründung der „Österreichischen Freiheitsfront“ (ÖFF), zu einem Wendepunkt für den kommunistischen Widerstand in der Steiermark. In Leoben sammelten sich Kommunisten, die bislang im Widerstand nicht aktiv geworden waren, um die bekannten Aktivisten Sepp Filz und Max Muchitsch. Ziel war, die Basis für einen Partisanenkampf in den obersteirischen Bergen in Analogie zum Befreiungskampf in Jugoslawien zu schaffen. Neben der Partisanenbewgung in Südkärnten und der Gruppe Willy-Fred im Salzkammergut war die ÖFF die dritte aktive Partisanenorganisation in Österreich. In diesem Beitrag in den Mitteilungen des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands findet sich ein historischer Abriss des Widerstands gegen den Faschismus in der Steiermark.

Die Dokumentation »Partisanen der Eisentstraße« von Fritz Aigner besticht nicht nur durch viele Archivaufnahmen und Interviews mit den Protagonist:innen des Widerstandskampfs, sondern auch mit Interviews mit Kindern der ehemaligen Partisan:innen. Für eine historische Einordnung des Kampfs für ein freies Österreich sorgen die Historiker Manfred Mugrauer und Heimo Halbrainer. Vor allem letzterer ist seit den 1990er Jahren bemüht, die Geschichte des antifaschistischen Kampfs in der Steiermark aufzuarbeiten, bekannt zu machen und so auch historisch zu würdigen. Unbedingt ansehen!

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